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Menschen mit Demenz in Freiburg und Region
In der Stadt Freiburg sowie in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen soll das Thema „Leben mit Demenz" in die soziale Mitte des Gemeinwesens (Kreise, Gemeinden und Quartiere) getragen werden. Basis der Aktivitäten bildet ein Initiativkreis, in dem die Stadt respektive die Landkreise gemeinsam mit Institutionen aus dem Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätig sind.
In den vier „Säulen" (= Themenfeldern) Alltag, Kultur, Wissen und Politik wird das Thema Demenz in der Region „stark" gemacht werden: Innerhalb des Projektzeitraums mit regionalen (über alle drei Gebietskörperschaften) sowie lokalen (stadt- oder kreisspezifischen) Veranstaltungen und Maßnahmen. Von den im Initiativkreis vertretenen Organisationen wurden bereits „Module" entwickelt, so z. B. ein Sponsoren-Lauf (Säule: Kultur), eine Reihe von Qualifizierungsveranstaltungen für Dienstleister wie Polizei, Banken (Säule: Alltag) u. a. m.. Medienpartnerschaften (Lokalzeitung, Rundfunk) schaffen für das Projekt eine breite Resonanz. In dieser Weise kann das Thema Demenz weit über Fachkreise und betroffene Bevölkerungsgruppen hinaus in relevante Akteursgruppen getragen werden und so Teilhabe und Lebensqualität für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen verbessert werden.
In vier Säulen möchten Landkreise und Stadt in den Jahren 2009 und den Folgejahren das Thema Demenz in der Region „stark" machen:

1. Alltag:
Ein gelingendes Leben mit Demenz für Angehörige und für die Betroffenen selbst hängt von vielfältigen Kontextfaktoren ab, welche maßgeblich sind für Teilhabe und Lebensqualität. Zentral ist hierbei die Art und Weise wie Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in der Nachbarschaft, im Straßenverkehr, im Bereich Handel- und Dienstleistung begegnet wird. Stadt- und Landkreise wollen für die Bedeutung dieser „Umgangsformen", die eine teilhabeorientierte Lebensführung für Menschen mit Demenz ermöglichen oder verhindern können, sensibilisieren. Dabei werden die im Zusammenhang der Aktion Demenz bereits erarbeiteten „Tools" genutzt. Polizei, Handel, Banken, Gaststätten pp. sollen Hinweise und Gelegenheiten erhalten, wie sie zu einem besseren Leben mit Demenz beitragen können und dokumentieren, was bereits (auch kreativ und bisher unbemerkt) getan wird.

2. Kultur:
Die Esslinger Veranstaltung der Aktion Demenz hat eindrucksvoll unterstrichen, wie bedeutsam die Dimension Kultur für Umgang mit den gesellschaftlich herausfordernden Aspekten der Demenz ist. Stadt- und Landkreise wollen auf lokaler aber auch regionaler Ebene Kulturschaffende und kulturelle Institutionen ermutigen, sich des Themas „Demenz" anzunehmen, aber auch die kulturelle Produktivität von Menschen mit Demenz sichtbar machen und diese zu befördern.
Dabei geht es zentral darum, gesellschaftliche Bilder von Menschen mit Demenz und einem Leben mit Demenz zu beeinflussen.

3. Wissen:
Stadt- und Landkreis wollen in Zusammenarbeit mit professionellen Kräften aus Pflege und Medizin, mit Hochschulen und der Universität dazu beitragen, dass die Wissensbestände über ein Leben mit Demenz verbreitet werden und dieses durch Veranstaltungen und im Rahmen von Medienpartnerschaften unterstützen.

4. Politik:
In der Kommunalpolitik ist das Thema „Demenz" überwiegend als Versorgungs- und nicht als eine Lebensgestaltungs- und -führungsfrage interpretiert worden. Letztlich stellt es jedoch eine zentrale Herausforderung für die kommunale Daseinsvorsorge dar. Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes 2009 soll die Kommunalpolitik mit dem Thema Demenz in anderer Weise vertraut gemacht und durch die Formulierung von Prüfsteinen Impulse zu einer Neuausrichtung der Kommunalpolitik im Zusammenhang mit dem Thema „Demenz" gesetzt werden.


Das Vorhaben soll sich in verstetigten Kooperationsbeziehungen fortsetzen.

Siehe Anlage 1
VERANSTALTUNGEN / AKTIONEN,  DIE WIE GEPLANT STATT GEFUNDEN HABEN:
  • Auftaktveranstaltung des Projektes am 15. Mai 2009, 17–19 Uhr in der Katholischen Akademie Freiburg; mit ca. 100 Teilnehmenden
    PROGRAMM
    Eröffnungsvortrag: Aktion Demenz: Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz
    Prof. em. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer (Soziologie, Gießen)
    Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern zu Begegnungen und Erfahrungen mit Demenz
    Bäcker, Kommunalpolitikerinnen, Landfrauen, Schülerinnen, Polizist, Taxifahrer und andere
    Moderation: Anita Rüffer (Journalistin, Freiburg)

    Kunst von Menschen mit Demenz
    Präsentation durch Prof. Karl-Heinz Menzen (Psychologie, Freiburg) und Dipl.-Heilpädagoge Dankwart Andres, die künstlerische Arbeiten aus klinischen und pflegerisch-rehabilitativen Einrichtungen kommentieren
    Ausklang im Foyer

    Veranstalter: Initiativkreis Stadt-Land-Demenz (Stadt Freiburg, Landkreise und Seniorenräte Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, Katholische Akademie, Stadtseniorenrat Freiburg, Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, Stiftungsverwaltung Freiburg, Evangelische Hochschule, Katholische Fachhochschule, Caritasverband Freiburg-Stadt e. V., Freiburger Modell e. V., Geriatrischer Schwerpunkt Müllheim)
  • Projektseminar Altenhilfe der Evangelischen Hochschule Freiburg
    Wahlprüfsteine für die Kommunalpolitik wurden erstellt, an die Kandidaten für die Kommunal- und Kreistagswahl in Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen versandt sowie Rückmeldungen erbeten. Eine Pressemitteilung wurde erstellt und verbreitet. Module für Aktion Stadt-Land-Demenz wurden von den Studierenden entwickelt: u.a. Kalender, Kinoreihe, Aktionstheater, Gottesdienste für Menschen mit Demenz. Zu jeder Idee wurden bereits Kontaktpersonen gesucht und angesprochen. Das Portfolio wurde dem Initiativkreis vorgestellt und übergeben.
  • Impulsveranstaltungen zum Umgang mit Demenz im Berufsalltag
Was ist Demenz?
Ursachen und Verlauf von Demenzerkrankungen
1.10. 2009, 19.00 – 20.30 Uhr
Referentin: Frau Dr. Ursula Lüth
Evang. Gemeindezentrum Emmendingen
Forum Betreuungsrecht Betreuungsvereine des Sozialdienstes kath. Frauen Waldkirch und des Netzwerkes Diakonie Emmendingen e.V. und Landratsamt Emmendingen, Betreuungsbehörde

Ewig jung und immer fit?
Abnehmende kognitive Leistungsfähigkeit im Alter als gesundheitliches Problem
6.10. 2009, 14.20 – 14.40 Uhr
Vorlesung von Frau Dr.M.Ott
Veranstalter /Veranstaltungsort: Universität Freiburg

Alzheimer Demenz – Erkennen und Verstehen.
Verlauf der Erkrankung am Beispiel des Malers Carolus Horn
15.10. 2009, 18.00
Thea Imbery und Markus Fischer
Veranstalter / Veranstaltungsort: Kreisseniorenzentrum, Kenzingen 

Soiree zum Thema Demenz
Das Thema Demenz taucht in den Medien immer häufiger auf. Es ist das Abbild einer realen Entwicklung: Wir werden immer älter, und die Zahl von Demenz betroffenen Menschen in Deutschland steigt beängstigend rasch. Schriftsteller und Literaten setzen sich seit längerer Zeit mit dem Thema in Romanen, Novellen und Erzählungen auseinander. Die literarischen Bearbeitungen sind ergreifend, beängstigend, ernüchternd und liebevoll zugleich. Schauspieler werden an diesem Abend Textpassagen aus der Literatur vortragen. Unterstützt durch Musik will der Abend einen neuen Zugang zum Thema Demenz anbieten.

16.10.2009, Beginn 19.30 Uhr
Anna Böger (Rezitation, Freiburg), Jan Esra Kuhl (Klavier, Freiburg), Martin Weigel (Rezitation, Freiburg)
Katholische Akademie Freiburg
  • „Eine neue Kultur in der Demenz?“
Alzheimer und Demenz zwischen ethischen Anspruch und gesellschaftlicher Perspektive
16./ 17. 10. von jeweils 9.30 – 17.00 Uhr
in der Katholischen Akademie Freiburg (die auch Veranstalter war)
  • Qualifizierung von Dienstleistern im Umgang mit Menschen
„Demenz verstehen – mich entlasten“ - Umgang mit starken Persönlichkeitsveränderungen 6.10.2009, Beginn 18.30 Uhr
Referent: Uwe Kowalzik, Einrichtungsleiter
Veranstalter / Veranstaltungsort : Haus St.Katharina, Endingen 

„Integrative Validation als Brücke zu demenzerkrankten Menschen“
29.10.2009, Beginn 18.30
Referent: Martin Kamenisch, Pflegedienstleiter
Veranstalter / Veranstaltungsort : AWO Pflegeheim, Eisenbahnstr. 20, Kenzingen

„Psychische Erkrankungen im höheren Lebensalter",
25.10. 2009, 9.00 – 16.30 Uhr
Referenten Prof. M. Hüll, Frau Dr. M. Ott  
Veranstalter / Veranstaltungsort: Akademie für ärztliche Fort -und Weiterbildung Südbaden, Freiburg

VERANSTALTUNGEN/ AKTIONEN, DIE WIE GEPLANT DURCHGEFÜHRT WURDEN

  • Die Homepage geht einige Wochen später als geplant (Oktober statt September) online, aber ist nun aktuell online.
  • Grundschulungen für Ehrenamtliche in der Betreuung von Menschen mit Demenz
Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz,
von November 2009 – April 2010 jeden 2.Mittwoch im Monat 15.00 – 17.00 Uhr
Anbieter und Veranstaltungsort: Kirchlicher Sozialstation Elz / Glotter e.V.,
Eisenbahnstr.14, Denzlingen  

Entspannung für pflegende Angehörige
5 Abende, Beginn am 05.November 2009, 17.30 – 19.00 Uhr
Anbieter und Veranstaltungsort: AWO Pflegeheim / Martin Kamenisch  
(Pflegedienstleiter), Eisenbahnstr. 20, Kenzingen  

„Hilfe! Demenz“ - Kurs mit 12 Abenden für pflegende Angehörige
5.10. 2009, 19.00 Uhr
Anbieter: SALÜ, Angewandte Gerontologie im Erlenhof und in St.Elisabeth
Veranstaltungsort: St.Elisabeth, Neunlindenstr.7 , Elzach 

VERANSTALTUNGEN / AKTIONEN,  DIE AKTIV IN DER PLANUNG SIND, ABER NOCH  NICHT DURCHGEFÜHRT WURDEN

  • Palliative Care – Symposium:
Wird am 4.12. 2009 im Konzerthaus Freiburgs statt finden
Veranstalter: Institut für Weiterbildung an der Evangelischen Hochschule Freiburg
Anmeldungsstand: ca. 300 Tn
2 Programmpunkte zu Stadt-Land-Demenz

  • Der Kalender wird auf nächstes Jahr verschoben, da die Planungen bereits im Sommer hätten abgeschlossen sein müssen. Alle bisher beteiligten Künstler sind bereit, auch nächstes Jahr noch mit zu machen.
  • Ausstellung „Was bleibt“ – Menschen mit Demenz. Portraits und Geschichte von Betroffenen
Veranstaltungsort und die genaue Programmgestaltung noch offen
Name: Miriam Meyer
Organisation: AGP / Projekt Stadt - Land - Demenz
Funktion: Geschäftsstelle
Institution: Evangelische Hochschule Freiburg
Adresse: Bugginger Straße 38, 79114 Freiburg

Telefon:
Telefax:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Internet: www.stadt-land-demenz.de