Förderprogramm
Projektberichte 1. Auflage
Menschen mit Demenz in der Kommune - Radebeul
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Die Aktion „Menschen mit Demenz in der Kommune" wird im Mehrgenerationenhaus/ Familienzentrum Radebeul durchgeführt mit dem Ziel der Schaffung eines Netzwerkes für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sowie der Sensibilisierung und Schulung der gesamten Öffentlichkeit, insbesondere der Personen, die durch häufige Kontakte mit den Betroffenen in Form von Begleitung und Entlastung zum Erhalt der Lebensqualität der dementiell erkrankten Menschen und ihrer Familien beitragen können. Es soll für Menschen mit Demenz möglich sein, ihr Leben im gewohnten Umfeld langfristig weiterzuführen. Es wird darüber hinaus im Familienzentrum in Kooperation mit öffentlichen Stellen und Vereinen ein Rahmen geschaffen, in welchem sich Menschen mit und ohne Demenz zu gemeinsamen interessanten Themen und Aktivitäten begegnen können. Es werden geeignete, zielgruppenspezifische Materialien für Mitarbeiter von Behörden, Hausarztpraxen, Kirchgemeinden und Dienstleistungseinrichtungen entwickelt und verteilt. Dazu bieten wir multiprofessionell für diese Berufsgruppen Schulungen an. Derzeit gibt es in Radebeul mit seinen 33.000 Einwohnern keinen Ort, an dem sich außerhalb von Pflegeeinrichtungen Menschen mit und ohne Demenz regelmäßig zu kulturellen oder anderen Veranstaltungen treffen. Es existiert in der Stadt selbst keine Selbsthilfegruppe. In der ca. 20 Kilometer entfernten Kreisstadt Meißen gibt es die Meißner Selbsthilfegruppe Demenz e.V., die sich in einem Pflegeheim trifft. Daher hoffen wir, mit dem Projekt der Robert Bosch Stiftung zur Begegnung der Menschen im öffentlichen Raum beizutragen und auf eine Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus. Das Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus Radebeul möchte sich als ständiges regionales Kompetenzzentrum für Fragen zum Thema Demenz etablieren. Übersicht über die geplanten Inhalte der Veranstaltungen des Familienzentrums Radebeul im Rahmen des Projektes „Demenz in der Kommune"
Weiterbildungstage für Seniorenbegleiter Veranstaltungsreihe für Menschen mit Demenz und deren Angehörige Foto- bzw. Medienaktion in Zusammenarbeit mit einer Berufsschule für Mediengestaltung geplant Vortrag + Aktion zu einem Thema mit hoher Öffentlichkeitswirksamkeit z. B. Tiertherapie Als Veranstaltungsort für o. g. Veranstaltungen ist jeweils das Familienzentrum vorgesehen, das aufgrund seiner Lage und der vorhandenen Räume optimal dafür geeignet ist. Berufsgruppenfortbildung (Multiprofessionelle Veranstaltungen) Auftaktveranstaltung: Eine öffentliche Auftaktveranstaltung fand mit 40 Teilnehmern im August 2009 zum Projektstart statt. Eingeladen waren Vertreter von Kommune, Landkreis, und Wohlfahrtsverbänden, leitende Mitarbeiter der regionalen Pflegedienste und Einrichtungen, aber auch betroffene und interessierte Bürger. Informiert wurde an diesem Tag über die Meilensteine des Programms. Gleichzeitig nutzte der Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Sachsen, Knut Bräunlich, die Gelegenheit, den aktuellen Demenzatlas für Sachsen vorzustellen. Sein Motto lautet: der Demenz ein Gesicht geben. Die Anwesenheit beider regionaler Tageszeitungen, SZ und DNN, sowie ein Kurzinterview im MDR unterstrichen von Anfang an die große Bedeutung des Vorhabens für die Region. Weiterbildungstage: Die Weiterbildung zum Thema „ Umgang mit herausforderndem Verhalten" wurde erfolgreich durchgeführt. Die 17 Teilnehmerinnen waren sowohl Seniorenbegleiterinnen, die u. a. auch für das Familienzentrum ehrenamtlich tätig sind, als auch pflegende Angehörige sowie Mitarbeiterinnen einer Tagespflege der Region. Die Referentin Elisabeth Höwler gestaltete ihre Ausführungen so, dass trotz unterschiedlicher Vorkenntnisse alle Teilnehmerinnen eine Handlungsstrategie zur Lösung ihrer Probleme mit nach Hause nehmen konnten. In der Weiterbildung zum Thema „Ihnen wird der Ernst schon noch vergehen - Humor und Demenz" bewies Dr. Dieter Hofmann aus Coburg den Teilnehmern, dass es nicht notwendig ist, sich eine rote Nase aufzusetzen um für beide Seiten - Menschen mit Demenz und Pflegende - mehr Freude und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen. Viel wichtiger ist eine empathische Grundhaltung und die Balance zwischen eigener Ehrlichkeit und dem Annehmen der Wirklichkeit des Anderen.Sein Fazit: „Das Leben hört nicht auf,komisch zu sein,wenn Menschen sterben, ebenso wie es nicht aufhört, ernst zu sein, wenn Menschen lachen." (G.B. Shaw) Ebenso ausgebucht war der Kurs „Person-zentrierte Begleitung/Bedürfnisse von Menschen mit Demenz erkennen". Die autorisierte Trainerin für Integrative Validation Ines Schäbitz vermittelte Grundlagen zur Validation und zum Modell Tom Kitwoods. Ziel war, pflegende Angehörige und Seniorenbegleiter zu befähigen, die vielfältigen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zu erkennen und zu differenzieren. Veranstaltungsreihe: Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen für Menschen mit Demenz, Angehörige und Interessierte fanden mit folgenden Themen statt:
Aktionstage: Der erste Aktionstag fand am 20.09.2009 statt. Leider musste eine geplante Aktion mit Alpakaskurzfristig wegen Erkrankung eines der Tiere abgesagt werden. Stattdessen initierten die Mitarbeiter des Familienzentrums eine Aktion, mit der die Besucher gebeten wurden, ihren Platz in den sächsischen Alterspyramiden von 2008 und 2020 zu suchen und mit einem farbigen Punkt zu markieren. Diese kleine Aktion war vor allem der „Aufhänger" um mit Passanten ins Gespräch zu kommen, das neue Angebot des Familienzentrums bekannt zu machen und persönliche Erfahrungen mit dem Thema Demenz zu hinterfragen. Fotoausstellung Das Familienzentrum Radebeul zeigte vom 15.01. bis zum 04.03.2010 eine Ausstellung des Fotojournalisten Klaus Peschel unter dem Titel „Würde. Leben mit Alzheimer". Projektvorstellung auf dem Ökumenischen Kirchentag im Rahmen des Forums „Chancen und Grenzen im Alter": Unter dem Titel „Leben(squalität) mit Demenz" veranstaltete der 2. Ökumenische Kirchentag eine Podiumsveranstaltung, zu der neben Prof. Johannes Schröder (Heidelberg) und Filmpreisträger Benedikt Fischer, sowie Ute Hopperdietzel und Peter Kraus vom Projekt ROMEO und JULIA in Rehau, auch Eva Helms als Projektleiterin eingeladen war, um vor ca. eintausend Kirchentagsbesuchern über Praxiserfahrungen beim Umsetzen von Demenzprojekten in einem Mehrgenerationenhaus zu berichten. Name: Eva Helms Institution: Familieninitiative Radebeul Funktion: Projektleitung Adresse: Altkötzschenbroda 20, 01445 Radebeul Telefon: 0351-839730 Telefax: 0351-8397325 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Internet: www.familieninitiative.de www.familieninitiative.de/ http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/LIA_002_1198.pdf http://www.der-paritaetische.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=uploads/media/06_Sachsen_01.pdf&t=1284988370&hash=a93fe1897d0ab0b84b3fdda9191fbffa |



