Diskussion mit Vertretern aus der Politik – Agnes Christner


Foto15_ChristnerSabine Reinhold: Bei mir stehen Agnes Christner, sie ist Dezernentin für Jugend, Familie und Soziales bei Städtetag Baden-Württemberg und Michael Lucke, der erste Bürgermeister der Stadt Tübingen, zuständig für die Fachbereiche Finanzen, Bürgerdienste, Familie, Sport und Soziales - da kann ich nur das Gleiche sagen wie Burkhard Plemper: das sind schon ganz entscheidende Bereiche, die da zusammengefasst sind. Frau Christner, Sie haben gehört, was eben Herr Raab sagte, Berechnungen ja, aber entscheidend ist, was man danach macht - wie sieht es denn mit dem Städtetag in Baden-Württemberg aus? Ich denke mir: Gedanken machen Sie sich auch. Berechnen Sie und ziehen dann daraus Konsequenzen?

Agnes Christner: Beides. Wir berechnen, weil die Kommunen natürlich wissen müssen, was auf sie zukommt, auch von der Quantität her, und ihre Versorgungsangebote darauf abstellen. Ich denke, wir brauchen immer beides, wir brauchen ein gutes Versorgungsangebot und wir brauchen die ergänzenden Angebote. Generell denke ich aber, ist es gerade bei dem Thema wichtig, dass das genauso selbstverständlich auf die Agenda kommt, wie es beispielsweise die Kinderfreundlichkeit, die Familienfreundlichkeit ist. Ich kann mich gut erinnern ... das Wort demenzfreundliche Kommune ... das hat erst einmal ein Nachdenken ausgelöst: ist das etwas, was man anstrebt? Ist das etwas, was man will? Und ich glaube, das muss unsere Zielsetzung sein, das wir das in dem Bereich genauso als selbstverständliche Zielsetzung auf unserem Weg angehen wie die anderen Bereiche. Und ich glaube, Baden-Württemberg hat ja beim Thema Bürgerschaftliches Engagement bewiesen, dass wenn man einen Weg geht und den auch als Prozess in die Städte hineinträgt, doch sehr viel erreichen kann und ich glaube, da sind wir in Baden-Württemberg auch zu Recht stolz und ich denke, das werden wir mit dem Thema Demenz auch schaffen.

Sabine Reinhold: Wie, ganz konkret, können Sie denn, kann denn der Städtetag Kommunen, die willig sind, aber es vielleicht alleine nicht zu Wege bringen oder Hilfe und Unterstützung brauchen - wie helfen Sie denen denn?

Agnes Christner: Wir unterstützen die Städte zum einen, indem wir den Erfahrungsaustausch herstellen, dass die Städte sich untereinander austauschen können, voneinander lernen können und ich glaube, das ist schon ein ganz wichtiger Aspekt. Wir gehen in unseren Arbeitstagungen sehr offen miteinander um.
Da wird auch einmal diskutiert, was nicht so gut geklappt hat oder was auch einmal schwierig ist, das bei der Politik darzustellen und verständlich zu machen und auch dafür zu werben, dass das ein Thema ist, dem man stärkere öffentliche Aufmerksamkeit widmen muss.

Sabine Reinhold: Müssen Sie viel Überzeigungsarbeit leisten? Viele Hemmnisse überwinden?

Agnes Christner: Ja, aber das ist unsere Aufgabe und das machen wir auch!

Sabine Reinhold: Viel Glück auf dem Weg! [Applaus]

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