Pressearchiv

27.05.2011 37 Kommunen für ein besseres Leben mit Demenz

Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz - unter dieser Programmatik trafen sich 37 Projekte und Initiativen aus ganz Deutschland vom 23. bis 24. Mai zu einem Workshop in Kassel. Ziel der Zusammenkunft war es, Erfahrungen und Ideen für kommunale Aktivitäten unter dem Motto „Demenzfreundliche Kommunen" auszutauschen und weiter zu entwickeln. Unterstützt wird die Arbeit der Initiativen vom Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart. Initiiert, koordiniert und begleitet wird sie von „Aktion Demenz" e.V. .

Im Rahmen des von ihr durchgeführten Förderprogramms „Menschen mit Demenz in der Kommune" lud die bundesweite bürgerschaftliche Initiative „Aktion Demenz" zu einem Vernetzungs-Workshop in die Mitte Deutschlands ein. Rund 50 Teilnehmer - Verantwortliche aus den Projekten der jetzigen und der vorangegangenen Förderphase sowie Beteiligte der Stiftung und des Vereins - nutzten die Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Gemeinsam wurde erörtert, wie sich die Lage in Deutschland allgemein und in den Projekten vor Ort zum Thema „Demenzfreundliche Kommunen" derzeit gestaltet.

Von ihrer Zusammensetzung her präsentierten die Teilnehmer eine bunte Mischung von Akteurinnen und Akteuren - vom Bürgermeister und kommunalen Verwaltungsangestellten über pflegende Angehörige und Vertreter der Kirchen oder Pflege bis hin zu freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die eine Vielzahl hilfreicher Kompetenzen und Talente in die Arbeit einbringen und diese so beleben.

Der erste Vorsitzende der „Aktion Demenz" Professor Reimer Gronemeyer wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger dabei sind, neue Wege des sozialen Miteinanders und der Unterstützungen und Einbeziehung von Menschen mit Demenz mitsamt ihren Angehörigen zu erproben und zu verwirklichen.
Die geförderten Projekte berichteten in Gesprächsrunden über Ihre Ziele und Erwartungen, bzw. besondere Herausforderungen oder Erfolge vor Ort. Initiativen der ersten Auflage gaben ihre Erfahrungen weiter und ließen ihre bereits abgeschlossene Projektdurchführung Revue passieren und zeigten den aktuell geförderten Kommunen wichtige Tipps für die Durchführung sowie die Verstetigung ihrer Ideen auf.

In Gruppenarbeit wurde am zweiten Tag diskutiert und gesammelt, inwiefern und wo es bereits Beispiele für „Demenzfreundlichkeit" im Alltag, in den „kleinen Dingen" gibt. Vorrangig war allen das Anliegen, gesellschaftliche Bereiche jenseits der beruflich und direkt mit Demenz Betroffenen z.B. Einzelhandel, Verwaltung, Bildungsverantwortliche, Vereine, Nachbarschaften, etc. zu erreichen, um der Stigmatisierung und Tabuisierung von Menschen mit Demenz entgegenzuarbeiten.

Abschließend erklärte Professor Gronemeyer: „Gemeinsam ist all den geförderten Projekten, dass sie versuchen, Menschen mit und ohne Demenz in ihrer Kommune zusammen zu bringen. So kann gegenseitiges Verständnis geschaffen und die Lebenssituation von Betroffenen und ihren Angehörigen dauerhaft verbessert werden. Denn eine offene, ‚empathische' kommunale Umwelt kann sich mildernd auf den Verlauf einer Demenz auswirken, die Folgen für Betroffene und ihre Angehörigen sehr viel leichter machen und das soziale Miteinander im Gemeinwesen allgemein zum Besseren beeinflussen. Deshalb ist zu hoffen, dass die geförderten Projekte auch andere Kommunen zu eigenen Ideen und Vorhaben anregen und Erfahrungen weitergegeben werden können."

Mehr über die Arbeit der Initiativen und Näheres zum Workshop ist in Kürze auf der Webseite der von der Robert Bosch Stiftung geförderten Aktion Demenz (www.aktion-demenz.de) nachzulesen.


Kontakt:
Verena Rothe
Aktion Demenz e.V.
Karl-Glöckner-Straße 21E
35394 Gießen
Telefon: 0641 99 232 06
Telefax: 0641 99 232 19
Mobil: 01577 28 883 78
Web: www.aktion-demenz.de

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok